Dienste im Buch

Ich habe mehrere Romane geschrieben, in denen deutsche Geheimdienste eine Rolle spielen. Der BND in der Parr-Trilogie, der Verfassungsschutz im Blanken Wahn. Als Autor bekommt man ein besonderes Gefühl für das, worüber man schreibt; fast glaubt man, die Dienste erfunden zu haben, auch wenn es sie wirklich gibt. Der Verfassungsschutz kommt im Roman insofern ganz gut weg, als dass nahegelegt wird, dass die dort beschriebene Schandtat die Aktion eines einzelnen durchgeknallten Mitarbeiters ist. Es kann natürlich sein, dass er unterstützt wird (die Polizei hilft ihm schließlich auch), aber das ist nicht zwingend notwendig. Ich wollte einfach nicht den gesamten Dienst in einem Krimi abwatschen. Inzwischen weiß ich mehr darüber als vor 27 Jahren. Doch ich mag die Hoffnung nicht aufgeben, dass das Amt mit dem tollen Namen endlich damit beginnt, die Verfassung zu schützen. Aus aktuellem Anlass habe habe ich den Schützern einen offenen Brief geschrieben und versuche, ihnen einen Dienstauftrag zu erteilen. Wenn sie ihn annehmen, gibt es demnächst einen zweiten Band, in dem das Amt gefeiert wird.


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